Logo-Sued
Sie befinden sich hier: Start » Veranstaltungen » Berichte » Besuch des Bremer Rundfunkmuseums

Besuch des Bremer Rundfunkmuseums

 
In Erinnerungen schwelgen - das kann man im Rundfunkmuseum in Findorff.
Und das haben wir auch getan:
"Weißt du noch, das hatten wir in der Küche stehen."
"In den Radios ist doch das magische Auge!"
"Oh, so eine Musiktruhe hatten meine Eltern auch, damals der letzte Schrei."
 
Nachdem uns der Herr Ressin in Empfang genommen hatte ging es los. Zuerst zu einer Wachswalze, die die Vorläuferin der Schallplatte war. Auch verschiedenen Varianten der Magnetbändern waren zu sehen bis zum Spulentonband. Der Vorteil gegenüber heutigen Geräten: Einmal eine Musiksendung aufgenommen und dann zurechtgeschnitten - reichte für eine ganze Cocktailparty. Und die Gema-Gebühren hatte man mit den Kauf des Tonbandgerätes schon bezahlt. Musikkasetten wurden zuerst für Diktiergeräte genutzt.
 
Eine Funkerkabine mit Mitschnitten von Norddeich Radio gibt's auch zu bestaunen.
Die Entwicklung der Radios ist von den ersten Selbstbausätzen bis zu einer Bang&Olufsen-Anlage zu verfolgen, die übrigens auch das einzige ausländische Produkt in der Ausstellung ist. Bei den Radios steht auch die berühmt-berüchtigte "Göbbels-Schnauze", dem kleinen bezahlbaren "Volksempfänger" mit dem Design von Walter Kersting. Viele haben damals "Feindsender" gehört, meistens BBC London mit ungeschönten Frontberichten und Jazz und Swing.
 
In der Ausstellung ist auch noch die Original - Luxus - Musiktruhe von Carl F. Borgward zu bestaunen. Zu damaligen Zeiten der pure Luxus mit Radio, Plattenspieler, Tonbandgerät und Fernseher! Und Beamer gab es auch früher schon, als Röhrengerät in Schuhschrankgröße. Von Radio Bremen wurde ein altes Tonstudio gespendet mit dem Originalgong zu den Nachrichten. Auch die Erkennungsmelodie (gab es früher von jedem Sender) haben wir nochmal gehört.
 
Zwischendurch gab es Kaffee, Tee und Kuchen. Nach über drei Stunden waren wir durch die Ausstellung und es brummte uns der Kopf.
 
Fazit: Es hat sich SEHR gelohnt, man merkt, das Museum ist Herr Ressin's Baby.
Und die Ausstellung ist auch was für junge Leute, die ein klassisches Radio gar nicht mehr kennen.